aus der Bibel  

Weichet von mir, alle Übeltäter; / denn der HERR hört mein Weinen. Der HERR hört mein Flehen; / mein Gebet nimmt der HERR an. (Ps 6,9-10)
   

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Ich bin Jesus neu begegnet.

Er hat mich befreit von der dicken Kruste aus Schlamm und Angst, die mich umgab. Jetzt bin ich rein, kristallklar, durchsichtig wie ein Tropfen. Die Sonne spiegelt sich darin.

Ich bin ein Tropfen. Aber während ich mich freue, dass ich rein geworden bin, schickt mich mein Meister fort.

Ich soll ein Tropfen sein, der ein Feld bewässert. Die Erde saugt mich auf, ich werde Schlamm.

Ich soll ein Tropfen sein, der Menschen erfrischt. Aber geht nicht meine Schönheit, meine Klarheit dabei verloren?

Ich bin ein Tropfen auf dem heißen Stein, der verdampft wie viele vor ihm. Ich wehre mich dagegen. Herr, dass du mich immer wieder in die Welt schickst, in der ich vor Schmutz nicht atmen kann, in der mich andere ausnützen und mein ganzer Einsatz nicht mehr wert ist als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Aber wenn der Tropfen verdampft, steigt er auf, bis der Dampf wieder flüssig wird und als Tropfen erneut zur Erde fällt, gereinigt, klar, mit anderen Tropfen zusammen. Das geschieht auch mit mir.

Herr, wenn ich meine, ich hätte mich verausgabt an eine Welt, die ausgetrocknet ist ohne deine Liebe, wenn ich das Gefühl habe, ich sei leer, dann holst du mich wieder nahe zu dir, machst mich neu, frisch, erfrischend für andere.

Ich verstehe, Herr, du hast dir diesen Kreislauf erdacht. Auch wenn ich manchmal verzagt bin, sage ich wieder Ja zu deinem Auftrag.

Ich will der Tropfen auf dem heißen Stein sein – heute – morgen – immer wieder, bis alles geschehen ist, was du durch mich tun willst!“

Nada Albert

 

Gott,
ich weiß nicht
wie ich Dich anreden soll,
noch nicht einmal,
ob Du mich überhaupt hörst.
Zweifel leben in mir,
ob Du da bist,
ob Du da bist  - für mich.

Aber ich habe gehört von Dir
und ich habe die Sehnsucht nach dir
unter meine Zweifel gestreut.
Gott, nach Deiner heilenden Liebe
will ich mich ausstrecken.
Ich will vor Dir aussprechen,
was mir so weh getan hat -
und noch weh tut.

Ich denke an meine Kindheit zurück,
spüre noch jetzt den Mangel
an bedingungsloser Liebe,
Zuwendung und Anerkennung.
Manches Wort meiner Eltern
sitzt in mir wie ein Stachel.
Ihr Versuch, mich an sie zu binden,
ihre Erwartung, dass ich meine
Aggressionen gegen sie unterdrücke.
Ihr Streit, der mich erschreckte,
ihr Überfordern und Korrigieren,
das ohnmächtige Wut in mir weckte -
all das hat mein Selbstwertgefühl verletzt.
Ich ahne, Gott, vielleicht liegt es an meinem eigenen
Vater, dass ich zu Dir, Gott,
noch nicht Vater sagen kann.

Ich denke an meine Ehe
oder an mein Alleinsein,
an den Partner, den ich habe,
oder an den, den ich vermisse.
Da ist so viel Verbitterung in mir
über versäumte Möglichkeiten und
unerfüllte Sehnsüchte.
Da ist so viel Enttäuschung
über dumpfes Aneinander-Vorbeileben.
Da sind abgebrochene Träume,
Worte, die verletzen,
Wunden, die nicht heilen wollen.

Ich denke
an meinen beruflichen Werdegang.
Mancher Weg wurde mir verbaut,
manche Chance gestohlen.
Mir hat weh getan,
wenn Konkurrenten mir vorgezogen,
meine Leistungen übergangen,
meine Fähigkeiten unterschätzt wurden.
Mein eintöniger Berufsalltag
hat mich bitter und stumpf werden lassen.

Ich denke auch an Verletzungen
durch Kirche und Christen:
so viele hohle Worte,
so wenig glaubwürdiges Leben.
Ich denke auch an Verletzungen,
die ich mir selber zufügte:
durch ständiges Herumnörgeln an mir,
durch Selbstverneinung und
Selbstüberforderung.

Gott, da ist so viel, was in mir weint.
Manches kann ich noch nicht aussprechen.
Und noch immer weiß ich nicht,
ob du für mich bist.
Aber wenn,
dann bitte ich dich jetzt:
Komm du mit der Kraft
deiner heilenden Liebe in mein Leben.
Zieh Du die Verbitterung und den Groll
aus meinen schmerzhaften Erinnerungen.
Fang an, meine Wunden zu heilen.
Amen.

 

In deinen Schutz nimm, Gott, die Liebenden,

denn ohne sie geschieht nichts Heilendes auf dieser Welt.

Niemand kann die Zartheit am Leben halten,

niemand das Unvollkommene umarmen,

es sei denn, er wäre ein Liebender.

Niemand gewahrt das Schöne im Unscheinbaren,

niemand erhorcht das Weinen hinter dem Lächeln,

es sei denn, die Liebe beseelt ihn.

Was wäre die Erde ohne die Sonne?

Was ist der Mensch ohne die Liebe?

In deinen Schutz, nimm, Gott, die Liebenden.

 

Sabine Naegeli 

Gott, du Herr der Zeiten und der Jahre,

 

ich danke dir für die 365 Tage, die du mir im vergangenen Jahr geschenkt hast.

Ich danke dir für alles Frohe, Schöne, Beglückende,

für die unglaubliche Schönheit der Natur, für die Unendlichkeit des Sternenhimmels,

die Farbenpracht der Blumen, das Glitzern der Schneekristalle,

für die Menschen, mit denen ich den Weg durch das vergangene Jahr gehen durfte.

Für alles was nicht so schön war, die Krisen, durch die ich gegangen bin...

danke, dass du mir hilfst, auch die schwierigen Zeiten anzunehmen.

Ich danke dir aber für die Einsicht, dass es das Leid braucht zum Wachsen und zum Reifen.

Und ich danke dir, dass ich daran nicht zerbrochen bin. 

Gott , du Vater aller Menschen, dir lege ich das Jahr 2016 in die Hände,

im Vertrauen darauf, dass du es mir mit seiner ganzen Fülle schenkst.

Vater, ich glaube, ich vertraue auf dich!

 

Lass mich spüren, dass du da bist!

 

   
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